03.11.2009
Druckversion
Versenden
Äähm . . . Verzeihung . . . wie war noch einmal Ihr Name?
Nachlassende Gedächtnisleistung – Belanglosigkeit oder Alarmsignal?
Berlin / Rein statistisch gesehen leidet heute jeder Zwanzigste über 60 und sogar jeder Zweite über 90 Jahren an Demenz. Die wenigsten Betroffenen tun jedoch etwas dagegen. Dabei lässt sich der Krankheitsverlauf oft schon mit relativ einfachen Mitteln positiv beeinflussen. Und wer rechtzeitig Vorsorge trifft, kann sogar bis ins hohe Alter geistig fit bleiben. Die Apothekenkooperation gesine hat eine Broschüre mit wertvollen Informationen und praktischen Tipps zum Thema Gedächtnisleistung und -training zusammengestellt, die ab sofort gratis in allen gesine-Apotheken erhältlich ist.
„Wichtig ist, dass man Symptome frühzeitig erkennt und aktiv wird,“ erklärt Susanne Lorra, Vorstandsvorsitzende der gesine.net AG. „Natürlich bedeutet es nicht gleich, dass man dement ist, nur weil man mal einen Namen vergisst oder ständig seine Autoschlüssel verlegt. Eine mangelnde Gedächtnisleistung lässt sich oft auch auf Stress oder mangelnde Flüssigkeitsaufnahme zurückführen. Wer jedoch häufig unter Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen leidet, wer Sprach- oder Orientierungsprobleme hat, vermehrt zu Stimmungsschwankungen neigt oder Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen bei sich beobachtet, der sollte etwas tun.“
Betroffene sollten zunächst ihren Arzt aufsuchen um sicherzustellen, dass keine weiteren hirnorganischen Krankheiten Ursache für die nachlassende Gedächtnisleistung sind.
Neben einer vitamin- und mineralstoffreichen Ernährung sowie einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr (mindestens zwei Liter pro Tag) sollte man außerdem auf genügend Bewegung achten. Denn körperliche Aktivität fördert die Durchblutung und somit auch eine bessere Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen. Neben dem Muskeltraining ist vor allem „mentales“ Training wichtig: bereits täglich fünf bis zehn Minuten Rätselraten oder Knobeln halten die grauen Zellen fit und leistungsfähig. Besonders bewährt hat sich dabei das so genannte „Gehirn-Jogging“, bei dem leichte Denkaufgaben gelöst werden, die sich im Laufe des Trainings dann kontinuierlich steigern. In der von gesine herausgegebenen Broschüre „Geistig aktiv – Freude am Leben“ finden sich dazu jede Menge Beispiele.
Auch Ginkgo-Präparate können den Erhalt der Gedächtnisleistung unterstützen. Die Dosierung und Häufigkeit der Einnahme sollte mit dem Arzt oder Apotheker abgeklärt werden, um Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen.
„Man kann für seine geistige Fitness im Alter wirklich sehr viel tun,“ fasst Susanne Lorra zusammen. „Man darf es nur einfach nicht vergessen!“
Ansprechpartner: Dirk Ehrich, Tel.: 030 - 319 98 52 0
Hinweis an die Redaktion:
gesine ist ein unabhängiger Zusammenschluss von selbstständigen Apothekern und niedergelassenen Ärzten. Gemeinsam setzen die knapp 200 Mitglieder der Vereinheitlichung der Gesundheitsversorgung kreative Konzepte entgegen.